Die Bläserklänge des Posaunenchores unter der Leitung von Axel Hofer und die klaren Stimmen im Chorensemble des Kirchenbezirks, dirigiert von Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel, erfüllten die Alexanderkirche mit festlichem Glanz. Zusammen mit dem Musikteam „Mittendrin“ stimmte die ganze Gemeinde in Lieder zum Lob Gottes ein. „Wir sind dankbar, dass wir nach einem halben Jahr wieder einen Dekan haben“, freute sich Dr. Katrin Mistele, die Vorsitzende des Marbacher Kirchengemeinderats bei der Eröffnung des Gottesdienstes.

Prälatin Gabriele Arnold setzte Graf in sein neues Amt ein. In ihrer Ansprache beschrieb sie das Amt des Dekans als eine ebenso geistliche wie weltliche Aufgabe. „Es geht um die Fürsorge für die Menschen. Es geht darum, sich in der Welt einzubringen und doch im Vertrauen auf Christus innerlich frei zu sein.“

Ekkehard Graf ist verheiratet mit Jutta Graf. Im Gottesdienst stellte er sich auf humorvolle Weise mit einem kleinen ABC zu seiner Person vor: Für Autos könne er sich begeistern, die Bibel sei sein Lieblingsbuch und die Christenheit vor Ort und in der weiten Welt liege ihm besonders am Herzen. So freute sich Graf, dass auch der indische Bischof Dr. Singh als Gast anwesend war. Er überbrachte mit einer bunten Blumengirlande Grüße der indischen Nethanja-Kirche, der sich Graf seit vielen Jahren verbunden weiß. In seiner Predigt stellte der neue Dekan das Heilswirken von Jesus Christus in den Mittelpunkt. „Jesus hat den Tod besiegt. Er ist auch stärker als das, was in unserer Kirche im Sterben zu sein scheint. Strukturen werden sich verändern, aber Jesus bleibt.“

Nach dem Gottesdienst moderierte Reiner Knödler als Vorsitzender der Bezirkssynode durch eine Vielzahl kurzweiliger Grußworte. Zunächst überbrachte Ernst-Peter Morlock die Grüße der Stadt Marbach. Er freute sich, dass der Dekan humorvoll in der Öffentlichkeit erscheine. „Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Menschen.“ Heiner Pfrommer versprach als Vertreter des Landkreises Ludwigsburg eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen und diakonischen Trägern. Schuldekanin Silvia Trautwein und der Ditzinger Dekan Friedrich Zimmermann brachten mit persönlichen Grußworten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck, Graf künftig als neuen Dekanskollegen an ihrer Seite zu haben. Der katholische Pfarrer Stefan Spitznagel betonte die ökumenische Verbundenheit in Marbach. „Gott lädt uns alle gemeinsam ein.“ Wolfgang Schlotz überreichte als Vertreter der pietistischen Gemeinschaften eine Bienenwachskerze als symbolisches Geschenk: „Sie brennt nicht von sich selbst aus, sondern muss entzündet werden. So auch wir von Jesus Christus, der unsere gemeinsame Mitte ist.“ Wolfgang Fischer sprach für das Evangelische Bezirksjugendwerk. Er wünschte sich vom neuen Dekan eine verantwortliche Begleitung, die zugleich andere ihre Gaben entfalten lässt. Als besondere Geschenkidee des Kirchenbezirks erhielt Graf, der sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert, ein Feuerwehrauto in Form eines Bobbycars für die Enkel der Familie. Schließlich begrüßten noch die Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenbezirk den neuen Dekan mit einem Segenslied. Beim anschließenden Stehempfang konnten die zahlreichen Gottesdienstbesucher noch verweilen und persönlich mit dem neuen Dekan ins Gespräch kommen.